Archive for the ‘Naher Osten’ Category

Obama sorgt für schlechte Stimmung
18. Juni 2010

Stimmungswandel in vielen arabischen Staaten: nach einer repräsentativen Umfrage des Pew Research Center in Washington nimmt das Vertrauen der muslimischen Öffentlichkeit in Politik und Person des US-Präsidenten Barack Obama stetig ab. Indonesien außen vor gelassen – hier hat Obama mehrere Jahre seiner Kindheit verbracht – fiel die Zustimmung in Ägypten von 41% auf 31%, in der Türkei von 33% auf 23% oder in Pakistan von 13% auf 8% (jeweils 2009 zu 2010).

O-Ton: „America’s overall image has also slipped slightly in Indonesia, although 59% still give the U.S. a positive rating in the world’s largest predominantly Muslim nation.Publics of other largely Muslim countries continue to hold overwhelmingly negative views of the U.S. In both Turkey and Pakistan – where ratings for the U.S. have been consistently low in recent years – only 17% hold a positive opinion.

Indeed, the new poll finds opinion of the U.S. slipping in some Muslim countries where opinion had edged up in 2009. In Egypt, America’s favorability rating dropped from 27% to 17% – the lowest percentage observed in any of the Pew Global Attitudes surveys conducted in that country since 2006.“

Der neue Nahe Osten
9. Juni 2010

Lesenswert, wenn auch schon ein wenig älter (2008): Studie „New Middle East“ der Carnegie Stiftung (Washington DC).

Bruders Kriege
13. Mai 2010

Der größte Fehler liegt im Titel: „Sohn der Hamas“, Untertitel: „Mein Leben als Terrorist“. Im Original: „A Gripping Account of Terror, Betrayal, Political Intrigue, and Unthinkable Choices“. Eine „packende Schilderung“ also von „Terror, Verrat, politischen Intrigen und undenkbaren Entscheidungen“.

Das englische Original trifft besser. Mosab Hassan Yousef, der „Sohn der Hamas“ ist kein Terrorist. Er wuchs im Hause eines Terroristen auf, ja. Sein Vater ist Scheich Hassan Yousef, einer der sieben Gründerväter der Hamas. Aber macht ihn das zu einem Terroristen? Macht ein Nazi-Vater seinen Sohn automatisch zum Nazi? Ein Henker seine Tochter zur Henkerin?

Die Schwelle ist niedriger, die Berührung eher gegeben. Das Anormale wird alltäglicher, also kann Mosab Hassan Yousef, 1978 in Ramallah geboren, die Grenze zum Absurden schwerer ziehen. Aber es macht ihn nicht zum Sprengstoffgürtelträger, zum Attentäter in Bussen, vor Diskotheken, in Einkaufszentren.

Ob das Mitwissen schuldig macht? Mosab bejaht die Frage durch sein Handeln. Er wendet sich ab. Nicht vom Vater, aber von den Zielen der Organisation, die er so ohnehin nie blind unterstützt hat. Er wendet sich ab von seinem Hass auf Israel. Er wendet sich ab von seinem Bekenntnis zum Islam, konvertiert zum Christentum.

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Support „Kabul Dreams“
8. Mai 2010

Die – nach eigenen Angaben – erste und einzige Rockband Afghanistans hat ihr – definitiv! – erstes (und hoffentlich nicht einziges) offizielles Video veröffentlicht. Recht ordentlich, vor allem aber unterstützenswert!

Drei Straßen Kairo
15. April 2010

Aus dem Reisemagazin TOURS (aktuelle Ausgabe)

Keine Pyramiden, kein ägyptisches Museum, kein Nil. Unsere Reise durch Kairo führt durch das, was gemeinhin als „Kleine-Leute-Viertel“ bezeichnet wird. Und offenbart damit einen Bilderbogen des Alltäglichen in der Ferne, in dem das banale Leben in all seinen Farben tobt.

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Das Herz von Jenin
24. März 2010

In einem Monat, am 23. April, wird in Berlin der Deutsche Filmpreis Lola verliehen (Liste der Nominierungen). In der Kategorie „Programmfüllende Dokumentarfilmne“ darf eigentlich nur ein Film gewinnen: „Das Herz von Jenin“ (OT: The Heart of Jenin). Warum? Trailer anschauen!

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Witness – Beirut under siege (Part I & II)
22. März 2010

„It’s a long hot summer for Katia and her family in Lebanon amid the 2006 war“ schrieb die englische Al Jazeera-Tochter im Sommer 2006. Man kann von Al Jazeera halten, was man will – zu unausgewogene Berichterstattung, zu viel Nähe zu „pro-extremistischer“ Berichterstattung. Whatever. Hier zwei Clips, die tatsächlich nur kurze Zeit nach einer fröhlichen Fußball-WM entstanden sind und nur wenige Wochen, nachdem ich zum letzten Mal in Beirut war.

Verstädterung im Zeitraffer: One Decade of Dubai
22. März 2010

Schneller geht`s nicht: Wie Dubai in einem Jahrzehnt zur „Stadt“ wurde.


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Mit Bomben und Trompeten
19. März 2010

Als erklärter Fan von Mazen Kerbaj (Beirut, Libanon): sein mp3 zu STARRY NIGHT, oder: wie klingen Trompeten und Bomben? Starring: M. Kerbaj himself (Trumpet) und die israelische Luftwaffe im Juli 2006 über Beirut.

Dazu die entsprechende Karte

Liebesentzug für Nasrallah & Co.
16. März 2010

Arabische Führer verlieren im Nahen Osten immer mehr an Glaubwürdigkeit und Ansehen. Einer Studie des Washingtoner Pew Global Attitudes Project zufolge, gebe es zwar moderaten Rückhalt sowohl für Hamas als auch für die im Libanon beheimatete Hisbollah, im Großen und Ganzen aber schwindet die Reputation der arabischen Staatsoberhäupter: „There is limited enthusiasm for most of the Muslim political figures tested on the survey, with the exception of Saudi King Abdullah, who is easily the most popular. In Jordan (92%) and Egypt (83%) for example, large majorities say they have confidence that King Abdullah will do the right thing in world affairs. The king receives quite positive ratings outside the Middle East as well, especially in the largely Muslim Asian nations Pakistan (64%) and Indonesia (61%)“, heißt es in der Studie.

Weit abgeschlagen: Osama Bin Laden. Im Libanon haben zwei Prozent der Befragten Vertrauen in die „Führungsqualitäten“ Bin Ladens, in Pakistan 18, in Ägypten 23 Prozent. Ausreißer – neben den Palästinensischen Gebieten (51 Prozent) – ist Nigeria: 54 Prozent der hauptsächlich muslimischen Bevölkerung unterstellen Bin Laden positive Führungseigenschaften.

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