Archive for the ‘Uncategorized’ Category

Obama sorgt für schlechte Stimmung
18. Juni 2010

Stimmungswandel in vielen arabischen Staaten: nach einer repräsentativen Umfrage des Pew Research Center in Washington nimmt das Vertrauen der muslimischen Öffentlichkeit in Politik und Person des US-Präsidenten Barack Obama stetig ab. Indonesien außen vor gelassen – hier hat Obama mehrere Jahre seiner Kindheit verbracht – fiel die Zustimmung in Ägypten von 41% auf 31%, in der Türkei von 33% auf 23% oder in Pakistan von 13% auf 8% (jeweils 2009 zu 2010).

O-Ton: „America’s overall image has also slipped slightly in Indonesia, although 59% still give the U.S. a positive rating in the world’s largest predominantly Muslim nation.Publics of other largely Muslim countries continue to hold overwhelmingly negative views of the U.S. In both Turkey and Pakistan – where ratings for the U.S. have been consistently low in recent years – only 17% hold a positive opinion.

Indeed, the new poll finds opinion of the U.S. slipping in some Muslim countries where opinion had edged up in 2009. In Egypt, America’s favorability rating dropped from 27% to 17% – the lowest percentage observed in any of the Pew Global Attitudes surveys conducted in that country since 2006.“

Biologisch multikulti
8. Juni 2010

Deutschland wird irgendwie auch biologisch multikulturell: In den vergangenen zehn Jahren ist der Anteil der Kinder mit mindestens einem ausländischen Elternteil an allen neugeborenen Kindern gestiegen. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) mitteilt, hatten von den rund 683000 Kindern, die 2008 in Deutschland das Licht der Welt erblickten, etwa 159000 (23%) mindestens ein ausländisches Elternteil. Im Jahr 1998 hatte der Anteil noch bei 20% gelegen.

Im Jahr 2008 besaßen bei 64000 Kindern Vater und Mutter eine ausländische Staatsangehörigkeit, 95000 Kinder stammten aus deutsch-ausländischen Beziehungen: 51000 davon hatten einen deutschen Vater und eine ausländische Mutter und die verbleibenden 44000 hatten eine deutsche Mutter und einen ausländischen Vater. In den vergangenen fünf Jahren ist die Zahl der Geborenen mit zwei ausländischen Elternteilen um 12000 zurückgegangen, während die Zahl der Geborenen von deutsch-ausländischen Paaren um 6000 zugenommen hat.

Die in Deutschland lebenden Ausländerinnen und Ausländer, die 2008 Eltern wurden, stammten aus allen Kontinenten und rund 170 Staaten der Erde. Die größten Gruppen der miteinander verheirateten ausländischen Eltern derselben Staatsangehörigkeit bildeten im Jahr 2008 die Türken mit 17300 Kindern, gefolgt von den Serben einschließlich Kosovaren (4100 Kinder) und den Italienern (2100 Kinder).

Brasilien schlägt Deutschland 25,5 zu 7,5 …
8. Juni 2010

… zumindest, was die Zahl der „fußballrelevanten Männer“ in der Altersklasse von 20 bis 34 angeht: In Brasilien leben 2010 rund 25,5 Millionen Männer in diesem Alter, in Deutschland lediglich 7,5 Millionen. Vor 20 Jahren, als Deutschland zuletzt den Titel holte, sah das Verhältnis im Vergleich zum Rekordweltmeister noch anders aus: Damals gab es 19,4 Millionen Brasilianer und 10,0 Millionen Deutsche in der entsprechenden Altersgruppe.

„Der Rückgang ist mit minus 25% in Deutschland größer als bei allen anderen WM-Teilnehmerländern“, teilte heute das Statistische Bundesamt Destatis mit. Den größten Zuwachs bei 20 bis 34-jährigen Männern gab es in afrikanischen Staaten: Kamerun liegt mit einem Plus von über 90% ganz vorne, gefolgt von Nigeria, Côte d’Ivoire (Elfenbeinküste) und Ghana mit über 80%. Frühere Weltmeisterschaften zeigen allerdings, dass Erfolg nicht nur an Bevölkerungszahlen hängt: So gewann das relativ kleine Uruguay bereits zwei Mal das Turnier.

Eine Übersicht zur Bevölkerungsentwicklung in der Altersgruppe der 20 bis 34-jährigen Männer für alle WM-Teilnehmerländer stellt das Statistische Bundesamt hier zur Verfügung.

Bruders Kriege
13. Mai 2010

Der größte Fehler liegt im Titel: „Sohn der Hamas“, Untertitel: „Mein Leben als Terrorist“. Im Original: „A Gripping Account of Terror, Betrayal, Political Intrigue, and Unthinkable Choices“. Eine „packende Schilderung“ also von „Terror, Verrat, politischen Intrigen und undenkbaren Entscheidungen“.

Das englische Original trifft besser. Mosab Hassan Yousef, der „Sohn der Hamas“ ist kein Terrorist. Er wuchs im Hause eines Terroristen auf, ja. Sein Vater ist Scheich Hassan Yousef, einer der sieben Gründerväter der Hamas. Aber macht ihn das zu einem Terroristen? Macht ein Nazi-Vater seinen Sohn automatisch zum Nazi? Ein Henker seine Tochter zur Henkerin?

Die Schwelle ist niedriger, die Berührung eher gegeben. Das Anormale wird alltäglicher, also kann Mosab Hassan Yousef, 1978 in Ramallah geboren, die Grenze zum Absurden schwerer ziehen. Aber es macht ihn nicht zum Sprengstoffgürtelträger, zum Attentäter in Bussen, vor Diskotheken, in Einkaufszentren.

Ob das Mitwissen schuldig macht? Mosab bejaht die Frage durch sein Handeln. Er wendet sich ab. Nicht vom Vater, aber von den Zielen der Organisation, die er so ohnehin nie blind unterstützt hat. Er wendet sich ab von seinem Hass auf Israel. Er wendet sich ab von seinem Bekenntnis zum Islam, konvertiert zum Christentum.

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Support „Kabul Dreams“
8. Mai 2010

Die – nach eigenen Angaben – erste und einzige Rockband Afghanistans hat ihr – definitiv! – erstes (und hoffentlich nicht einziges) offizielles Video veröffentlicht. Recht ordentlich, vor allem aber unterstützenswert!

Das Herz von Jenin
24. März 2010

In einem Monat, am 23. April, wird in Berlin der Deutsche Filmpreis Lola verliehen (Liste der Nominierungen). In der Kategorie „Programmfüllende Dokumentarfilmne“ darf eigentlich nur ein Film gewinnen: „Das Herz von Jenin“ (OT: The Heart of Jenin). Warum? Trailer anschauen!

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Kartographie (I): Woher kommen die US-Gefallenen?
20. März 2010

Eine Kartographie der etwas anderen Art präsentierte die Palm Beach Post. Statt aufzuzeigen, wo die in Irak und Afghanistan stationierten US-Soldaten getötet wurden, verfolgt sie den Weg zurück und zeigt deren Heimatorte.

Immer auf die Kleinen
19. März 2010

90 Prozent der Vorstandsvorsitzenden der „Fortune Global 500“-Unternehmen und 88 Prozent der US-Präsidenten waren überdurchschnittlich groß. In den vergangenen 13 Wahlgängen hat der größere Bewerber in zehn Fällen auch die US-Wahl gewonnen. Erfolg und Körpergröße hängen offensichtlich eng zusammen; das glaubt auch der Münchner Diplomand Fabian Spanhel und seine Diplomarbeit „Der Einfluss der Körpergröße auf Lohnhöhe und Berufswahl: Aktueller Forschungsstand und neue Ergebnisse auf Basis des Mikrozensus“.

Achtung! „Für die Modellierung des ausgeübten Berufs in Abhängigkeit von der Körpergröße wird ein multinomiales Logit-Modell verwendet“ schreibt Spanhel. Das Ganze ist – entsprechend wissenschaftlich – hier einsehbar.

Vereinfacht ausgedrückt: wie diverse Studien belegen wollen, konnte sowohl in den USA als auch in Großbritannien ein ökonomisch bedeutender Zusammenhang zwischen der Körpergröße und dem beruflichen Erfolg festgestellt werden kann.

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Liebesentzug für Nasrallah & Co.
16. März 2010

Arabische Führer verlieren im Nahen Osten immer mehr an Glaubwürdigkeit und Ansehen. Einer Studie des Washingtoner Pew Global Attitudes Project zufolge, gebe es zwar moderaten Rückhalt sowohl für Hamas als auch für die im Libanon beheimatete Hisbollah, im Großen und Ganzen aber schwindet die Reputation der arabischen Staatsoberhäupter: „There is limited enthusiasm for most of the Muslim political figures tested on the survey, with the exception of Saudi King Abdullah, who is easily the most popular. In Jordan (92%) and Egypt (83%) for example, large majorities say they have confidence that King Abdullah will do the right thing in world affairs. The king receives quite positive ratings outside the Middle East as well, especially in the largely Muslim Asian nations Pakistan (64%) and Indonesia (61%)“, heißt es in der Studie.

Weit abgeschlagen: Osama Bin Laden. Im Libanon haben zwei Prozent der Befragten Vertrauen in die „Führungsqualitäten“ Bin Ladens, in Pakistan 18, in Ägypten 23 Prozent. Ausreißer – neben den Palästinensischen Gebieten (51 Prozent) – ist Nigeria: 54 Prozent der hauptsächlich muslimischen Bevölkerung unterstellen Bin Laden positive Führungseigenschaften.

Linkwertig: Mazen Kerbaj
15. März 2010

Selbstauskunft:
„i have one head, two legs, and two arms, plus a sort of body that connects all this shit together. pretty weird.“
Empfehlenswert:
Mazen Kerbaj bei flickr.com

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