Der neue Nahe Osten
9. Juni 2010

Lesenswert, wenn auch schon ein wenig älter (2008): Studie „New Middle East“ der Carnegie Stiftung (Washington DC).

Das Herz von Jenin
24. März 2010

In einem Monat, am 23. April, wird in Berlin der Deutsche Filmpreis Lola verliehen (Liste der Nominierungen). In der Kategorie „Programmfüllende Dokumentarfilmne“ darf eigentlich nur ein Film gewinnen: „Das Herz von Jenin“ (OT: The Heart of Jenin). Warum? Trailer anschauen!

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Mit Bomben und Trompeten
19. März 2010

Als erklärter Fan von Mazen Kerbaj (Beirut, Libanon): sein mp3 zu STARRY NIGHT, oder: wie klingen Trompeten und Bomben? Starring: M. Kerbaj himself (Trumpet) und die israelische Luftwaffe im Juli 2006 über Beirut.

Dazu die entsprechende Karte

Liebesentzug für Nasrallah & Co.
16. März 2010

Arabische Führer verlieren im Nahen Osten immer mehr an Glaubwürdigkeit und Ansehen. Einer Studie des Washingtoner Pew Global Attitudes Project zufolge, gebe es zwar moderaten Rückhalt sowohl für Hamas als auch für die im Libanon beheimatete Hisbollah, im Großen und Ganzen aber schwindet die Reputation der arabischen Staatsoberhäupter: „There is limited enthusiasm for most of the Muslim political figures tested on the survey, with the exception of Saudi King Abdullah, who is easily the most popular. In Jordan (92%) and Egypt (83%) for example, large majorities say they have confidence that King Abdullah will do the right thing in world affairs. The king receives quite positive ratings outside the Middle East as well, especially in the largely Muslim Asian nations Pakistan (64%) and Indonesia (61%)“, heißt es in der Studie.

Weit abgeschlagen: Osama Bin Laden. Im Libanon haben zwei Prozent der Befragten Vertrauen in die „Führungsqualitäten“ Bin Ladens, in Pakistan 18, in Ägypten 23 Prozent. Ausreißer – neben den Palästinensischen Gebieten (51 Prozent) – ist Nigeria: 54 Prozent der hauptsächlich muslimischen Bevölkerung unterstellen Bin Laden positive Führungseigenschaften.

Linkwertig: Mazen Kerbaj
15. März 2010

Selbstauskunft:
„i have one head, two legs, and two arms, plus a sort of body that connects all this shit together. pretty weird.“
Empfehlenswert:
Mazen Kerbaj bei flickr.com

Schwierige Schönheit
18. Februar 2010

„Stadt der Schwüle“ – das könnte passen. Überall in Beirut kriecht sie aus den Mauern, diese Schwüle, dampft hoch vom Asphalt, schwappt über die Uferpromenade ins Zentrum. Klamme Kleidung, immer feuchte Haut. Der Ankommende stets eng umschlungen von einer Ganzkörperglocke aus Gluthitze und Wasserdampf, die sich erst spät am Abend wieder abschütteln lässt. München mag zu teuer sein, Paris stets en vogue und Rom für immer ewig. Beirut ist erst mal nur schwül.

Hier ist unangenehmes Schwitzen angesagt, vergebliches Duschen, alles andere als Urlaubsidyll. Und dennoch: im Nachklang klingt „Beirut“ auch irgendwie verboten sexy, nach Wagemut, nach Kurznachrichten auf BBC One und CNN World, nach wackeliger Handkamera und schnellen Schnitten. Nach grobkörnigem Schwarz-Weiß und lodernden Häuserfronten im Moment des Granateinschlags. Nach UNO und rauchenden Milizen, pausierend vom Straßenkampf. Nach lange vergessenen Klischees aus den Bürgerkriegs-80ern eben. … Mehr

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