Spieglein, Spieglein
22. Februar 2010

Die Spiegel-App vom Samstag? Nix anderes eine abgespeckte 1:1-Abbildung des Heftes – ok, die Schriftgrößen editierbar und alles in schlanken 5MB, mit 2,99 (noch) ein Stück günstiger und am Samstagabend erhältlich – aber das war`s dann auch. Schade. Keine großzügigen Bildstrecken, ein umständlicher Blättermodus, Bildunterschriften zu Bildern, die nicht angezeigt werden. Dafür schieben sich dann die BUs und die Fußnoten gerne mal in den Fließtext. Was vor allem fehlt:

(I) Querverweise zu Hintergrundinfos/-grafiken/-quellen. Sind Spiegel-Artikel so erschöpfend recherchiert und geschrieben, dass nichts mehr hinzuzufügen ist? Gibt die Rechercheabteilung aus HH ihre Quellen nicht preis?

(II) Audio-Files der geführten Interviews, Bildstrecken, die über das Foto-Angebot des Heftes hinausgehen, interne wie externe Verlinkungen. Ich will das Multimedia-Programm!

(III) Und ja: ich will – dann auf dem iPad – entsprechend aufbereitete Werbung (à la wired.com).

Dafür zahl ich dann auch 2,99. Oder auch mehr. Aber so ist der Spiegel als App erstmal nicht mehr als ein Spieglein.

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